Der Preis der Anna-Lena Schnabel

Oktober 2017


Der Film *Der Preis der Anna-Lena Schnabel* läuft bis Anfang Dezember in der 3sat-Mediathek. Gar nicht überraschend, was dabei rauskommt.

Der ECHO ist eine Veranstaltung der Industrie, die zur Preisverleihung eine perverse Show mit C-Prominenz auf rotem Teppich abzieht, aber keinen Cent für Anreise und Übernachtung der Preisträger locker macht. Ganz zu schweigen von einem Preisgeld für die ausgezeichneten Musiker. Der Bruder musste 110 Euro blechen, um in der ersten Reihe neben seiner Mutter sitzen zu können, die glücklich war, dass ihre Tochter bei ihrer Dankesrede nicht ausgepackt hat. Was Anna-Lena, die ich noch nicht in Berlin hören konnte, als Musikerin blüht, ist spätestens seit der Jazzstudie bekannt. In Berlin wird sie aber mit ihrer Musik zu hören sein, die sie bei der Preisverleihung nicht spielen durfte. Der NDR hatte Angst, dass sie damit das Publikum verschreckt. Man glaubt es kaum. Und wenn man sich dann noch die Liste der Nominierten und Preisträger-innen ansieht, kann man nur den Kopf schütteln, um nicht Kraftausdrücke verwenden zu müssen. (Dietmar Liste)

Vielleicht können Musikerinnen, die ich in Berlin gehört habe, Anna-Lena Schnabel Mut machen:

(Name mit MouseOver)